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Märkischer Verband

Je zwei Läufer und ein Kopf wechseln Schicht für Schicht regelmäßig ab, wobei die Stoßfugen jeder zweiten Schicht übereinander liegen.

Mauermörtel

Bestandteile:

Zuschlag (Sand): gemischter Sand mineralischen Ursprungs ohne Bestandteile wie Lehm, Ton oder Stoffe organischen Ursprungs.

Bindemittel: nur genormte Bindemittel wie Kalk oder Zement.

Zusätze/Zusatzstoffe: fein aufgeteilte Zusätze, die die Mörteleigenschaften beeinflussen und im Gegensatz zu den Zusatzmitteln in grösseren Mengen zugegeben werden, werden nicht auf den Bindemittelgehalt angerechnet

Zusatzmittel: ändern die Mörteleigenschaften durch chemische und/oder physikalische Wirkung, wie z.B. Luftporenbildner, Verflüssiger und Verzögerer sowie solche Zusatzmittel (Stabilisierer), die den Haftverband zwischen Mörtel und Stein günstig beeinflussen. Bei Mauerwerk mit Bewehrung oder mit stählernen Verankerungen dürfen nur Mörtelzusatzmittel mit Prüfzeichen verwendet werden. (Beim Ausführen von Mauerwerk nach Eignungsprüfung (EM) ist vom Mörtel die Zugfestigkeit nachzuweisen).

Mauerverbände

Spannungsvolle Komposition einer Fläche von Ziegelsteinen durch eine rhythmisierte Abwechslung der Läufer (Längsseiten der Ziegelsteine) und Köpfe (kurze Stirnseiten der Ziegelsteine).

Mittiger Läuferverband: Bei dünnen Innenwänden und Verblendschale bei zweischaligem Sichtmauerwerk.

Binderverband: Alle Schichten bestehen aus Bindern, um 1/2 Stein versetzt.

Blockverband: Binder- und Läuferschichten wechseln regelmässig, die Überbindung und Verzahnung beträgt 1/4 Stein bzw. grösser/gleich 4,5 cm.

Kreuzverband: Binder und Läuferschicht wechseln. Die Stossfugen jeder zweiten Läuferschicht sind durch Einschalten eines halben Läufers am Maueranfang - hinter dem Eck-Dreiviertel-Läufer (3/4 Steinverband) - 1/2 Steinlänge versetzt, erst jede vierte Schicht wiederholt sich.

Historische Verbände: entsprechen bei einschaligem Sichtmauerwerk, d.h. wenn nicht mehr als 2 Steinreihen je Schicht liegen nicht ganz den Vewrbandsregeln, es fallen im Innern des Wandquerschnittes oft Fugen übereinander. Verwendung nur bei nichttragendem Mauerwerk oder Verblendschalen. bei tragendem Mauerwerk ist ein gesonderter Nachweis zu führen.

Holländischer oder Flämischer Verband: Binderschichten wie beim Block- oder Kreuzverband, in den Läuferschichten nach jedem Läufer ein Binder.

Gotischer Verband: In allen Schichten wechseln ständig Läufer und Binder.

Märkischer Verband: gleichbleibend in allen Schichten auf zwei Läufersteine ein Binder.

Mauerwerksabdeckungen

Oberer Abschluß einer Mauer. Die vorgefertigten Mauerwerksabdeckungen vom Klinkersanierung besitzen einen tragenden Kern aus schlagregendichtem Beton. So wird verhindert, daß Feuchtigkeit durch die Fugen dringen und Kalkbestandteile aus dem Mörtel lösen kann.

Mauerwerk - Ausführung

Grundlage für Bessung und Ausführung von Mauerwerken ist DIN 1053.
Teil 1 Rezepturmauerwerk (Feb. 1990)
Teil 2 Mauerwerk nach Eignungsprüfung (Juli 1984)
Teil 3 Bewehrtes Mauerwerk (Feb. 1990)

Vermauern

Vorbehandlung der Ziegel: Stark saugfähige Ziegel sind vorzunässen, damit dem Mörtel nicht zuviel Wasser entzogen wird, ausser wenn Mörtel mit verbessertem Wasserrückhaltevermögen verwendet wird.

Fugen: Stoss- und Lagerfugen sind vollfugig zu mauern. Die Fugendicke soll so gewählt werden, dass das Mass von Stein und Fuge dem Baurichtmass bzw. dem Koordinationsmass entspricht. Das heisst in der Regel sollen entsprechend dem Nennmass der Ziegel die Stossfuge 1 cm, die Lagefuge 1,2 cm dick sein. Bei Gewölben sind die Fugen so knapp wie möglich zu halten. An Gewölbedecken dürfen sie nicht dicker als 2 cm werden.

Mauerwerksarten

Einschaliges Ziegelmauerwerk -beidseitig verputzt-

ist in seiner ganzen Dicke tragfähig und muss im Verband hergestellt werden. Für Wärme und Schallschutz ist der volle Mauerquerschnitt wirksam. Frostbeständigkeit der Mauerziegel ist nur bei Sichtmauerwerk erforderlich. Ziegelmauerwerk, das einen Schlämmputz ode Anstrich erhalten soll, gilt als Ziegelsichtmauerwerk. Die Mindestdicke verputzter Aussenwände von Aufenthaltsräumen beträgt nach DIN 1053 gösser/gleich 24 cm. Die zulässige Geschosszahl ist nur von der Mauerwerkspressung abhängig.

Einschaliges Ziegelsichtmauerwerk

Bei einschaligem Ziegelmauerwerk muss aus Gründen der Schlagregensicherheit jede Mauerschicht mindestens zwei Steinreihen aufweisen, zwischen denen eine durchgehende, schichtweise versetzte und hohlraumfrei vermörtelte grösser/gleich 2 cm dicke Längsfuge verläuft (z.B. 37,5 cm statt 36,5 cm dickes Mauerwerk in Kreuz- oder Blockverband). Einschaliges Ziegelsichtmauerwerk ist im gesamten Querschnitt vollfugig und haftschlüssig zu mauern.

Zweischalige Ziegelaussenwände

Nur die Innenschale gilt als tragende Wand.
Für die Aussenschale gilt:

• Die Mindestdicke beträgt 9 cm, bei Kerndämmung 11,5 cm (auch für Vormauerziegel grösser/gleich 9 cm gibt es eine entsprechende Zulassung)
• Sie soll über ihre ganze Länge und vollflächig aufgelagert sein - Ausnahme: 2/3 Auflagertiefe bei 11,5 cm Dicke und nicht mehr als 2 Vollgeschossen.
• 11,5 cm Dicke Aussenschalen sollen im Höhenabstand von ca. 12 cm abgefangen werden (Ausnahme: Giebeldreieck)
• Sie sind durch Drahtanker aus nichtrostendem Stahl mit dem Hintermauerwerk zu verbinden.
• An allen freien Rändern, von Öffnungen, an Gebäudeecken, entlang Dehnungsfugen etc., sind zusätzlich 3 Drahtanker je Meter Randlänge anzuordnen.
• Die erste Ankerlage ist so tief wie möglich, unter Berücksichtigung der Funktionsfähigkeit der Dichtungsbahn an der Abstandsfläche, anzuordnen.

Bewegungsfugen

• Da bei zweischaligem Ziegelsichtmauerwerk Bewegungen der äusseren Schale verursacht durch ständig wechselnde Oberflächentemperaturen auftreten, sind Bewegungsfugen in genügender Anzahl auszubilden.

• Bewegungsfugen sind an den Gebäudeecken, an allen Festpunkten, unter Aufstandskonsolen und beim Anschluss an andere Baustoffe vorzusehen.

• Wird eine Fassadenfläche ohne Fuge um die Gebäudeecke geführt, so soll kein Schenkel über 5 m lang sein.

• Die Bewegungsfugen sind in den Fassadenflächen anzuordnen, damit gewisse Höchstmasse der Verblendschale nicht überschritten.

• Beim Aufmauern sind Fugen durch Einlegen von entsprechend dicken Hartschaumstoffplatten von Mörtelbrücken freizuhalten.

• Solange Sturzlasten über die Vormauerschale abgetragen werden, sind am Sturzauflager keine zusätzlichen horizontalen Fugen erforderlich. Werden Sturzlasten über die Hintermauerschale abgetragen, ist an den Sturzenden eine Fuge anzuordnen.

• Bei Verblendschalen grösser/gleich 9 cm können vertikale Bewegungsfugen auch ohne Fugenverschluss ausgeführt werden, wenn die Fuge nicht breiter als 1,5 cm und die hinteren Wandschichten ausreichend gegen Übertritt von Feuchtigkeit geschützt sind.

• Die letzte Schicht Verblendmauerwerk unter einer Bewegungsfuge ist nach Möglichkeit mit Vollsteinen auszuführen, auf einen guten Verschluss der Stossfuge ist besonders zu achten.

Mauerziegel - Mauerziegelarten - Definitionen

Vollziegel (MZ) - haben maximal 15% Lochanteil senkrecht zur Lagerfläche.

Hochloch- und Leichthochlochziegel (HLzA / HLzB / HLzW) - werden mit Lochung A, B oder W hergestellt. Leichthochlochziegel haben eine Rohdichte kleiner/gleich 1,0 kg/dm3. Mauerwerk, welches verputzt, verblendet oder mit einem anderen Wetterschutz versehen wird, erfordert keinen frostbeständigen Ziegel.

Mauertafelziegel (HLzT) - sind Hochlochziegel für vorgefertigte Mauerwerke, nach Din 1053.

Vormauerziegel und Vormauerhochlochziegel (VMz, VHLz) - sind frostbeständig.

Klinker (KMz, KHLz) - sind frostbeständig und bis zur Sinterung gebrannt, die Druckfestigkeitsklasse ist grösser 28, Scherbenrohdichte mind. 1.9 Kg/cm3, Wasseraufnahme kleiner/gleich 7 %.

Keramikklinker (KK, KHK) - sind frostbeständig und besonders widerstandsfähig gegen mechanische Beanspruchung oder aggressive Stoffe.

Handformziegel - dürfen geringfügig von der prismatischen (rechtwinkligen) Form abweichen.

Formziegel werden entsprechend den Verwendungszwecken hergestellt.

Schallschutzziegel - sind Vollziegel mit einer Rohdichteklasse von 1,4 bzw. 1,6 kg/dm3 bis 2,0 (2,2) kg/dm3.

Schallschutz-Verfüllziegel - sind Ziegel nach Zulassungsbescheid. Sie sind rationell zu Vermauern, durch Verfüllen mit Mörtel einer hohen Trockenrohdichte lassen sich gute Schalldämmwerte erreichen.

Spezialziegel - gibt es sowohl für freistehende Schornsteine als auch für Kanalbau.

Modul

Ziegelformat in verschiedenen Abmessungen. Zum Beispiel: 190 x 90 x 50 mm (Länge x Breite x Höhe).'

Mörtel

Hält die einzelnen Ziegel in der Mauer zusammen und bildet die Fugen. Darf weder zu naß noch zu trocken sein. Wird aus einem Bindemittel (Kalk, Zement), Wasser und Zuschlagstoffen (Sand) angerührt. Als Fertigprodukt erhältlich, auch farbig (z.B. für das Vermauern farbig glasierter Keramik-Klinker).

Mörtelverarbeitung

Der Mörtel muss vor Beginn des Erstarrens verarbeitet sein. Durch entprechende Konsistenz ist sicherzustellen, dass ohne besondere Schwiegigkeiten vollfugig gemauert werden kann, besonders bei Mörtel der Gruppe III Zusätze zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit zuzugeben. Bei Werkmörteln ist dies jedoch nur durch den Mörtelhersteller, nicht aber auf der Baustelle erlaubt.

Bei ungünstigen Witterungsbedingungen (Nässe, niedrige Temperaturen) mindestens Mörtel der Gruppe II verwenden.

Mörtelgruppe I: Zulässig bis maximal 2 Vollgeschosse und Wanddicke grösser/gleich 24 cm - nicht zulässig für Gewölbe, bewehrtes Mauerwerk, Kellermauerwerk, Verblendschalen, geputzte Vormauerschalen.

Mörtelgruppe II und IIa: Diese Mörtelgruppen dürfen nicht zusammen auf einer Baustelle verwendet werden. Ausgenommen bei einer der beiden Mörtelgruppen handelt es sich um Leichtmauermörtel. Nicht zulässig für Gewölbe und bewehrtes Mauerwerk.

Mörtelgruppe III und IIIa: Nicht zulässig für Sicht- oder Verblendmauerwerk, ausser zum nachträglichen Ausfugen, ansonsten keine Beschränkungen.

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